Insbesondere nach Ausbruch der Finanzkrise wurde häufig ein Versagen der Wirtschaftswissenschaften diagnostiziert. Auch in der Lehre sowie den Lehrbüchern lasse sich viel „Hokuspokus“ finden. Werden die Studenten tatsächlich einseitig indoktriniert? Beruhen die Wirtschaftswissenschaften insgesamt auf falschen Fundamenten? Wie könnte eine pluraler ausgerichtete Lehre und Forschung aussehen? Könnten Krisen damit besser prognostiziert und entsprechende Regulierungsdesigns entwickelt werden? Professor Peukert wird zu diesen Fragen aus plural-heterodoxer Perspektive Antworten geben und zu einer kontroversen Diskussion anregen. Mittwoch, 19 Uhr, M003!
Wir freuen uns auf euch!

Zur Person:
Apl. Prof. Dr. Dr. Peukert ist deutschlandweit einer der führenden Experten für die Lehren aus der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise. Er ist Mitglied im Beirat von attac Deutschland und kommentierte bereits das aktuelle Wirtschaftsgeschehen im Deutschlandfunk. Seit 2006 war er als außerplanmäßiger Professor für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie an der Universität Erfurt tätig, seit Oktober 2016 lehrt und forscht er an der Uni Siegen. Als Mitherausgeber des Buches „Die Scheuklappen der Wirtschaftswissenschaft – Postautistische Ökonomik für eine pluralistische Wirtschaftslehre“ thematisierte er das im Vortrag behandelte Thema bereits im Jahr 2006. Zudem verfasste er Bücher wie: „Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise: eine kritisch-heterodoxe Untersuchung“ und „Das Moneyfest: Ursachen und Lösungen der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise.“