Beifächer

Informationen zu den verschiedenen Beifach-Kombinationen sind auf der Seite der Abteilung VWL zu finden. Aufgrund der Komplexität der verschiedenen Alternativen, empfehlen wir Euch, diese Seiten durchzuarbeiten.

Da die Entscheidung, ob ein Beifach gewählt werden soll und wenn ja welches, oftmals sehr schwer fallen kann, haben wir Studenten aus höheren Semestern gebeten, ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Wir hoffen, dass diese Erfahrungsberichte Euch einen ersten Eindruck des jeweiligen Beifaches vermitteln können und Euch so bei Eurer Entscheidung weiterhelfen. Sofern Ihr mit den Studenten direkt sprechen wollt, könnt Ihr Euch an uns wenden und wir vermitteln den Kontakt.

Das Beifach BWL bietet dir eines der größten Wahlangebote aller möglichen Beifächer. So kannst du ab dem ersten Semester verschiedene Kurse wählen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass es sechs Kurse gibt, die die Fakultät BWL an alle anderen Fakultäten exportiert. Diese geben jeweils sechs ECTS und haben großen Zulauf, da eben Studenten aus verschiedenen Studiengängen diese belegen können. Im HWS gehören dazu: Finanzwirtschaft, Marketing und Produktion; im FSS: internes und externes Rechnungswesen sowie Management.
Zusätzlich können nun auch Kurse belegt werden, welche man gemeinsam mit Studenten der BWL hört. Diese sind vom Anspruch dementsprechend etwas höher, gehen meist nur ein halbes Semester und geben dafür auch nur drei ECTS. Hierdurch hast du die Möglichkeit, in ein Interessengebiet deiner Wahl etwas tiefer hineinzublicken. Das Beifach BWL lässt sich in einem Umfang von 3 – 36 belegen, allerdings kannst du auch die Wahlkurse in den ersten vier Semestern mit den jeweils 6 ECTS Kursen füllen, ohne das Beifach angemeldet zu haben, solange du 18 ECTS nicht überschreitest. Solltest du mehr als diese 18 ECTS schon gesammelt haben, musst du weitere Kurse im Spezialisierungsbereich anmelden.

Viele Informationen findet ihr auf der Homepage der Abteilung.

Von Student zu Student
aus einem Interview mit dem Beifächler Maximilian A.

Welche Fächer werden gewählt und wann?
Abgesehen von den bereits aufgelisteten Fächern oben hat man die Möglichkeit diese Fächer zu wählen, welche jeweils 3 ECTS geben (diese können sich eventuell je Semester ändern; die aktuelle Auflistung findet ihr auch in eurem Portal unter Beifach BWL oder auf der Webseite der Abteilung):

HWS: International Accounting, Security Valuation & Financial Statement Analysis, Taxation of Multinational Firms, Behavioural Finance, Corporate Valuation, Environmental Finance, Risk Management and Financial Institutions, Human Resources Management, Strategy and Sustainability, Marketing Management Decisions, Brand and Product Management

FSS: Grundlagen der Konzernrechnungslegung, Taxation of Multinational Firms, Fundamentals of E-Business, Technical Fundamentals of Information System, Entrepreneurship Innovations and Business Model Design, Marketing Communications, Fundamentals in Service Operations Management, Einführung in das Public Management, Einführung in das Non-profit Management, Corporate Governance, Consumer Finance.

Alle Kurse verlangen keine Voraussetzungen, allerdings werden bestimmte Vorkenntnisse empfohlen. alle ohne Voraussetzungen neue Fächer: https://www2.vwl.uni-mannheim.de/3966.0.html portal2 nachschauen geben alle nur 3 ECTS (halbe Punktzahl), halbes Semester (auch viel mit praktischer Übung, Paper o.Ä. mit Eigenleistung während des Semesters)

Wie ändert sich der Studienverlaufsplan dadurch?
Der Studienverlaufsplan ändert sich nicht durch ein BWL Beifach. Sollte man sich früh dafür interessieren, „empfehle ich die 18 ECTS im Grundlagenbereich ohne Beifach-Anmeldung zu belegen. Anschließend kann man sich immer noch überlegen, ob man tatsächlich das Beifach auch anmelden möchte, um mehr ECTS belegen können.“

Welches Fach hat dir am besten gefallen?

„Das Non-Profit Management, welches ich dieses Semester belege, hat mir besonders gut gefallen. Ich habe auch ein paar der 6 ECTS Fächer belegt, weil man es in den ersten Semestern eben üblich ist, aber die besonders kleine Kursgröße des Non-Profit Managements hat eine interaktive Vorlesung ermöglicht mit sehr vielen Praxisbeispielen. Der Professor kannte die Namen aller Studenten der Vorlesung, was eine besondere Erfahrung gewesen war; der Anspruch war allerdings auch höher, als in den ‚großen’ Fächern.“

Wie hoch ist der Arbeitsaufwand?
„Das Beifach BWL bietet keinen Mehraufwand als entsprechende VWL-Fächer, die 6 ECTS Fächer sind tendenziell sogar leichter als VWL Kurse gleicher Punktzahl. Die kleinen Fächer sind allerdings auf höherem Niveau, da diese gemeinsam mit BWL Studierenden gehört werden.“

Welche Richtung später sowohl Spezialisierungsbereich als auch Berufsfelder?
„Innerhalb des Studiums kann man in verschiedene Richtungen bereits durch die großen Fächer schnuppern, anschließend kann man sich je nach Interesse Kurse im Bereich des Managements, Marketings, Accountings oder Taxation wählen. Natürlich ist eine gewisse Anwendbarkeit in Unternehmen gegeben. Ich empfehle das BWL Beifach zu belegen, wenn man sich dafür interessieren sollte, auch einen BWL Master anzustreben, da dies in der Regel nicht mit einem reinen VWL Bachelor möglich ist. Allerdings kann ich nicht empfehlen das Beifach zu belegen, wenn man sich eher für Forschung im Bereich der Volkswirtschaftslehre interessieren sollte.“

Was tun, wenn ich doch kein Beifach mehr belegen möchte/ kann ich aussteigen?
„Sobald die Grenze von mehr als 18 ECTS im Grundlagenbereich erreicht ist, steht das BWL Beifach im Zeugnis. Dieses kann anschließend in verschiedenem Umfang abgeschlossen werden. Deshalb empfehle ich die 18 ECTS erst einmal reinzuhören und erst anschließend das Beifach tatsächlich anzumelden, damit man keine voreiligen Entschlüsse fällt.“

Würdest du es empfehlen?
„Ja, wenn man weiß, dass man nicht in der volkswirtschaftlichen Forschung arbeiten will, sondern lieber in einem Unternehmen. Meiner Meinung nach besteht schon ein Vorteil darin gegenüber einem reinen VWL Studium, da man breiter aufgestellt ist später. Dies kann im Vorstellungsgespräch zusätzlich überzeugen.“

Das Interview ist eine persönliche Meinung, die hier als Hilfestellung gedacht ist für all diejenigen, die überlegen, das Beifach zu wählen. Wir übernehmen keinerlei Haftung und weisen darauf hin, dass man sich vor der Wahl eines jeden Beifaches sehr genau informieren sollte, insbesondere sowohl auf den Webseiten der Abteilung, als auch im Gespräch mit Herrn Lindenbauer.

Das Beifach Philosophie liefert Denkanstöße und wirft Fragen auf, wie sie in dieser Art wohl in keiner anderen akademischen Disziplin gestellt werden. Wer neugierig ist, gerne liest und sich intensiv mit einer Frage beschäftigt um sich am Ende mit Anderen darüber auszutauschen für den kann diese Beifachkombination etwas Farbe ins VWL-Studium bringen.

Viele Informationen findet ihr auf der Homepage der Abteilung.

Von Student zu Student
aus einem Interview mit dem Beifächler Julian S.

Welche Fächer werden gewählt und wann?

„Man kann das Beifach Philosophie in drei verschieden großen Varianten belegen.

Die erste Variante umfasst 4 ECTS und besteht aus der Vorlesung „Einführung in die Wirtschafts- und Unternehmensethik“, die einen guten Überblick über die wichtigsten philosophischen Denkschulen gibt.

In der zweiten Variante können insgesamt drei Kurse belegt werden, sodass man auf 12 bis 14 ECTS kommt. Die Auswahlmöglichkeiten können variieren, da nicht jeder Kurs jedes Semester angeboten wird, und immer wieder Kurse wegfallen oder hinzukommen. Mögliche Kurse sind neben „Einführung in die Wirtschafts- und Unternehmensethik“ unter anderem „Logik“, „Willensfreiheit“ oder  „Wissenschaftstheorie“.

Die dritte Variante umfasst 30 bis 32 ECTS, wobei 12 bis 14 ECTS auf die zweite Variante entfallen. Ist diese abgeschlossen, so kann eines von zwei Aufbaumodulen gewählt werden, entweder Ethik oder Geschichte der Philosophie, in denen die Themen vertieft werden.

Wie ändert sich der Studienverlaufsplan dadurch?

„Der große Vorteil des Beifachs Philosophie ist, dass man sehr flexibel wählen kann, wieviele ECTS in das Beifach investiert werden sollen. Falls du nach „Einführung in die Wirtschafts- und Unternehmensethik“ merkst, dass du doch keine Lust auf das Beifach hast, dann kannst du es einfach als Variante 1 abschließen.

Man sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass man bei der Belegung jedes Beifachs die Kurse des Spezialisierungsbereichs, in denen man endlich die Erkenntnisse der vergangenen vier Semester anwenden kann, gegen relativ grundlegende Einführungsveranstaltungen eintauscht. Andererseits können die Philosophie-Fächer ein willkommener Ausgleich zum eher theoretischen VWL-Studium sein.

Aus diesem Grund muss man sich das Beifach in einem kurzen Gespräch mit unserem Fachstudienberater Herrn Dr. Lindenbauer genehmigen lassen.“

Welches hat dir am besten gefallen?
“ Die meisten Fächer geben eher einen Überblick über verschiedene Teilgebiete der Philosophie. Tiefergehende Spezialisierung ist eher über das jeweilige Aufbaumodul in Richtung Ethik oder Geschichte der Philosophie möglich.

Wie hoch ist der Arbeitsaufwand?
“ Die Kurse bestehen jeweils nur aus einer Vorlesung und ggf. einer zusätzlichen Übung, sodass der Arbeitsaufwand im Vergleich zu VWL-Kursen tendenziell geringer ist. Vorbereitungszeiten für die Übungen halten sich erfahrungsgemäß in Grenzen.“

Was tun, wenn ich doch kein Beifach mehr belegen möchte/ kann ich aussteigen?
“ Wie schon angedeutet erlauben die drei Varianten des Philosophie-Beifachs eine hohe Flexibilität in Bezug auf seinen Umfang. So kann man das Beifach ohne Probleme nach der ersten bestandenen Klausur abbrechen, und es trotzdem auf dem Abschlusszeugnis eintragen lassen. Ebenso kann man erst einmal Variante 1 belegen, und danach entscheiden, ob man das Beifach weiterführen möchte. Daher musst du auf keinen Fall das Beifach durch dein Studium schleppen, falls du keine Lust darauf hast..”

Das Interview ist eine persönliche Meinung, die hier als Hilfestellung gedacht ist für all diejenigen, die überlegen, das Beifach zu wählen. Wir übernehmen keinerlei Haftung und weisen darauf hin, dass man sich vor der Wahl eines jeden Beifaches sehr genau informieren sollte, insbesondere sowohl auf den Webseiten der Abteilung, als auch im Gespräch mit Herrn Lindenbauer.

Das Beifach Politik ist wohl eines der im Umfang Freiesten an der Universität Mannheim. Nach einer Einführungsveranstaltung, die man belegen muss und dies bestenfalls auch im ersten Semester schon tut, hat man schon die Möglichkeit sich weiter zu spezialisieren in die drei Bereiche; Vergleichende Regierungslehre, Politische Soziologie und Internationale Beziehungen.

Viele Informationen findet ihr auf der Homepage der Abteilung.

Von Student zu Student
aus einem Interview mit dem Beifächler Konstantin S.

Welche Fächer werden gewählt und wann?
Einführung für Alle, dann Spezialisierung in drei Bereiche Internationale Beziehung, vergleichende Regierungslehre, Politische Soziologie. Möchte man mehr Kurse oder “empfehlenswerte” Seminare belegen, muss man das (“bessere”) wissenschaftliche Arbeiten besuchen, das für Politik Beifächler vorgesehen ist.

Wie ändert sich der Studienverlaufsplan dadurch?
“Das Politik Beifach sollte bestenfalls im ersten begonnen werden, da die Einführungsveranstaltung nur im HWS angeboten wird. Ich habe leider im 3. Semester dafür 2 Kurse belegen müssen.” Ein komplettes Beifach zu belegen ist stofflich sehr viel, aber die Kurse sind “wesentlich” einfacher, “vergleichbar mit Wirtschaftsgeschichte”. “Man muss sich stets im Klaren sein, dass man viele Kurse im Spezialisierungsbereich nicht nehmen kann, je mehr Kurse man im Beifach wählt.”

Welches hat dir am besten gefallen?
“Die Einführung in Internationale Beziehungen (HWS); es ist zwar ein sehr theoretisches Fach, das sehr interessant ist, die Vorlesung im FSS war aber eher langweilig (EU), dafür war sie im HWS umso besser(Krisen).”

Wie hoch ist der Arbeitsaufwand?
“Gering, man muss zwar viel auswendig lernen (insbesondere in der Einführungsveranstaltung), beinhaltet aber auch viel Allgemeinbildung, was es erleichtert. Dafür ist das Fach stofflich nicht schwierig.“

Welche Richtung später sowohl Spezialisierungsbereich als auch Berufsfelder?
“Man kann sich in eine oder mehrere der drei Richtungen spezialisieren. Mögliche Berufsfelder wäre die Politikberatung, ob es allerdings notwendig ist das Beifach dafür zu hören, wage ich zu bezweifeln.”

Was tun, wenn ich doch kein Beifach mehr belegen möchte/ kann ich aussteigen?
“Man kann jederzeit aufhören, das läuft sehr problemlos, da man recht flexibel ist in der Anzahl an ECTS, die man im Beifach sammeln möchte. Allerdings wird es erst nach den Einführungsveranstaltungen spannend.”

Würdest du es empfehlen?
“Bei Interesse ist es auf jeden Fall lohnenswert, das Fach zu hören. Ein Gespräch mit Herr Lindenbauer ist ohnehin vorher Pflicht; man sollte seine Warnungen ernst nehmen aber sich nicht davon abschrecken lassen; Taxifahrer wird keiner mit Politik Beifach.”

Das Interview ist eine persönliche Meinung, die hier als Hilfestellung gedacht ist für all diejenigen, die überlegen, das Beifach zu wählen. Wir übernehmen keinerlei Haftung und weisen darauf hin, dass man sich vor der Wahl eines jeden Beifaches sehr genau informieren sollte, insbesondere sowohl auf den Webseiten der Abteilung, als auch im Gespräch mit Herrn Lindenbauer.

Das Beifach Wirtschaftsinformatik liefert einen Blick in die Informatik und ermöglicht es den Studenten sich auf Teilbereiche der Informatik zu spezialisieren z.B. „Banking und IT“ oder auch „IT Security“

Viele Informationen findet ihr auf der Homepage der Abteilung.

Von Student zu Student
aus einem Interview mit dem Beifächler Tom S.

Welche Fächer werden gewählt und wann?

„Neben den Grundlagenfächern des Beifachs kann man alle Fächer aus dem Vertiefungsbereich der Wirtschaftsinformatiker wählen. Dazu zählen u.a. Selected Topics in IT Security und Integrated Information Systems [IIS](Wifo). Bestimmte Fächer kann man als VWLer direkt über das Portal2 belegen…für andere Kurse muss man etwas suchen.“

Wie ändert sich der Studienverlaufsplan dadurch?
„Wenn man das Beifach direkt belegt, dann hat man im FSS jeweils die Beifach-Grundlagenfächer. Man muss sich dann natürlich überlegen ob man die beiden Fächer in einem Semester machen will (4. Semester) oder auf das 4. und 6. aufteilen will. Ansonsten kann man neben der VWL Wahlfächer bis zu 3 weitere Fächer in Wirtschaftsinformatik belegen. Es kann etwas schwierig werden, wenn man in das Ausland will und Wirtschaftsinformatikfächer belegen möchte, da nicht alle Partner-Unis einem erlauben Informatik zu belegen.“

Wie hoch ist der Arbeitsaufwand?
“ Die beiden Grundlagenfächer sind Pflichtveranstaltungen im BWL-Studium und deshalb nicht extrem programmierlastig und bieten eine gute Einführung in Informatik. IIS kann man neben dem Grundlagenfach auch als Wahlfach belegen und überschneidet sich sehr, weshalb dort nicht so viel Mehraufwand dabei ist. Generell hatte ich nicht mehr Zeitaufwand als für andere Fächer während des Studiums. Wenn man aber ein programmierlastigen Kurs belegen würde, wäre das aber wahrscheinlich anders. Der Arbeitsaufwand ist evtl durch Tutorien etwas höher, aber dafür auch praxisorientierter.“

Welche Richtung später sowohl Spezialisierungsbereich als auch Berufsfelder?
“ Man kann sich in Richtung „Banking und IT“ bzw generell der Einsatz von IT Systemen in Unternehmen spezialisieren. Aber man kann auch andere Fächer wählen wie „Selected Topics in IT Security“ und in der Richtung mehr machen.“

Das Interview ist eine persönliche Meinung, die hier als Hilfestellung gedacht ist für all diejenigen, die überlegen, das Beifach zu wählen. Wir übernehmen keinerlei Haftung und weisen darauf hin, dass man sich vor der Wahl eines jeden Beifaches sehr genau informieren sollte, insbesondere sowohl auf den Webseiten der Abteilung, als auch im Gespräch mit Herrn Lindenbauer.

Das Mathe Beifach ist das wohl umfangreichste Wahlfach. Wenn man sich für dieses Fach entscheidet ändert sich der reguläre Studienverlaufsplan der VWL und einige Veranstaltungen werden durch mathematische Fächer ersetzt. Allgemein bietet das Mathe Beifach eine sinnvolle Ergänzung zu einem VWL-Studium und ist besonders für Leute geeignet, die mathematisch fundierte Kenntnisse neben Ihres VWL-Studiums gewinnen wollen.

Viele Informationen findet ihr auf der Homepage der Abteilung.

Von Student zu Student
aus einem Interview mit dem Beifächler Franziska T.

Welche Fächer hast du gewählt und wann?
„Man hat mit dem Beifach Mathe wenig Wahlfreiheit. Im ersten Semester muss man Analysis 1 und Lineare Algebra 1 belegen. Dafür fallen die regulären VWL-Fächer „Analysis und Lineare Algebra“ und „Finanzmathe“ weg. Im zweiten Semester geht es weiter mit Analysis 2 und Lineare Algebra 2a. Lineare Algebra 2a ist eine Midterm Klausur, man schreibt sie also nicht wie gewöhnlich zu Semesterende, sondern schon in der Mitte des Semesters. Anschließend hat man noch optional die Möglichkeit mit Lineare Algebra 2b weiterzumachen. Im zweiten Semester fällt dafür das reguläre Fach Statistik 1 weg. Im dritten Semester hatte ich dann die zwei Fächer „Einführung in die mathematische Statistik“ und „Einführung in die Wahrscheinlichkeitstheorie“. Dafür fiel Statistik 2 für mich weg. Bis zu diesem Semester ist der Studienverlaufsplan so vorgeschrieben. Mit meinen Kenntnissen kann ich aber jetzt auch das reguläre Fach „Ökonometrie“ weiterbelegen. Im vierten Semester hatte ich dann außerdem die Möglichkeit noch optionale Fächer zu wählen und habe mich für „Numerik“ entschieden. Dies ist ein Fach, welches ausschließlich von Mathe-Beifächlern belegt werden kann.“

Wie ändert sich der Studienverlaufsplan dadurch?
“Das Politik Beifach sollte bestenfalls im ersten begonnen werden, da die Einführungsveranstaltung nur im HWS angeboten wird. Ich habe leider im 3. Semester dafür 2 Kurse belegen müssen.” Ein komplettes Beifach zu belegen ist stofflich sehr viel, aber die Kurse sind “wesentlich” einfacher, “vergleichbar mit Wirtschaftsgeschichte”. “Man muss sich stets im Klaren sein, dass man viele Kurse im Spezialisierungsbereich nicht nehmen kann, je mehr Kurse man im Beifach wählt.”

Welches hat dir am besten gefallen?
„Die ersten Sechs Fächer des Mathe-Beifachs ( Analysis1+2, Lineare Algebra 1+2a, Einführung in die Wahrscheinlichkeitstheorie und Einführung in die mathematische Statistik) sind verpflichtend und werden durch sonstige VWL-Fächer wie oben genannt ersetzt. Insofern ändert sich dein Studienverlaufsplan komplett, was aber zu keinerlei Beeinträchtigung führt. Man hat generell deutlich mehr Mathe als VWL, wenn man sich für ein Mathe-Beifach entscheidet.“

Wie hoch ist der Arbeitsaufwand?
“Gering, man muss zwar viel auswendig lernen (insbesondere in der Einführungsveranstaltung), beinhaltet aber auch viel Allgemeinbildung, was es erleichtert. Dafür ist das Fach stofflich nicht schwierig.“

Welches Fach hat dir am besten gefallen?
„Das ist natürlich eine sehr persönliche Meinung, aber mir hat das Fach „mathematische Statistik“ am besten gefallen. Die ersten zwei Semester dienen quasi als Vorbereitung für das dritte Semester, was mit persönlich am besten gefallen hat.“

Welche Richtung später sowohl im Spezialisierungsbereich als auch Berufsfelder?
„Mit dem Mathe-Beifach kann man zum Beispiel später in die Unternehmensberatung oder eine Bank. Dort wären zum Beispiel prädestinierte Felder ‚Market research’ oder eben generell die mathematischeren Stellen. Oder beispielsweise bei Versicherungen das Risikomanagement. Mit dem Mathe Beifach ist im weiteren Studienverlauf zum Beispiel ein Bachelor in Mathe möglich. Auch ein Finance Master ist nach deinem Bachelor mit Mathe-Beifach möglich.“

Was tun, wenn ich doch kein Beifach mehr belegen möchte/kann ich aussteigen?
„Man hat generell zwei Möglichkeiten das Mathe-Beifach anzumelden. Normalerweise wird man so angemeldet, dass wenn man den Prüfungsanspruch in seinem Beifach verlieren sollte oder das Beifach abbrechen möchte der Prüfungsanspruch für VWL nicht verloren geht. In diesem Fall müsste man nur die VWL-Fächer die man durch das Mathe-Beifach davor ersetzt hat, nachholen. Die zweite Möglichkeit das Mathe-Beifach anzumelden wäre, dass man im Falle eines Verlusts des Prüfungsanspruchs den Prüfungsanspruch sowohl für das Mathe-Beifach als auch für VWL verliert. Die Wahl dieser Option klingt erstmal weniger einleuchtend, man hat jedoch im Spezialisierungsbereich noch größere Auswahlmöglichkeiten, als bei der ersten Option. Generell ist die erste Option die Gängigere.“

Würdest du das Mathe-Beifach weiterempfehlen? Was sind Vor-und Nachteile?
„Dies ist natürlich eine persönliche Meinung, jedoch würde ich das Mathe-Beifach auf jeden Fall weiterempfehlen. Als Vorteil kann ich nennen, dass man bei einer Master-Bewerbung in Mannheim mit dem Mathe-Beifach bevorzugt einen Platz erhält und außerdem generell einfach weiter gefächert ist als mit einem einsträngigen VWL-Studium. Als Nachteil lässt sich nennen, dass das Mathe-Beifach deutlich zeitintensiver als das pure VWL-Studium ist. Ich persönlich kann jedoch festhalten, dass sich der Aufwand auf jeden Fall lohnt.“

Das Interview ist eine persönliche Meinung, die hier als Hilfestellung gedacht ist für all diejenigen, die überlegen, das Beifach zu wählen. Wir übernehmen keinerlei Haftung und weisen darauf hin, dass man sich vor der Wahl eines jeden Beifaches sehr genau informieren sollte, insbesondere sowohl auf den Webseiten der Abteilung, als auch im Gespräch mit Herrn Lindenbauer.