„Staatshaushalt, Zentralbank und Inflation“ am 07. März 2018

Ringvorlesung mit Prof Dr. Andreas Freytag unter dem Leitthema  „The New Normal – aktuelle Makroökonomie“
07. März 2018 |  19:00 bis 20:30 Uhr | Hörsaal SN169 im Schloss

Es gibt in der Geschichte der Menschheit keine Hyperinflation, die nicht von Regierungen in dem Bemühen, ihre Staatsausgaben zu finanzieren, verursacht wurden. Deshalb kommt den Zentralbanken eine besondere Rolle in der Inflationsvermeidung zu. Je unabhängiger sie vom politischen Tagesgeschäft sind, desto besser können sie Inflation bekämpfen bzw. – positiv formuliert – für Preisniveaustabilität sorgen.
Die Ringvorlesung wird die politökonomische Logik sowie die Grundelemente des Konzepts der Zentralbankunabhängkeit erläutern und anhand einiger Beispiele zeigen, unter welchen Bedingungen unabhängige Zentralbanken das Ziel der Preisniveaustabilität erreichen können. Dabei wird auch ein Ausblick auf die Zukunft der Zentralbankunabhängigkeit in Zeiten des QE gegeben.

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„Niedrige Inflation: Heute hier, morgen fort“ am 28. Februar 2018

Ringvorlesung mit Dr. Henning Weber unter dem Leitthema  „The New Normal – aktuelle Makroökonomie“
28. Februar 2018 |  19:00 bis 20:30 Uhr | Hörsaal SN169 im Schloss

In wichtigen Wirtschafts­räumen liegt die Inflations­rate seit einigen Jahren unter dem Inflations­ziel der Zentralbank. Die Veranstaltung am 28. Februar 2018 beleuchtet diese Situation, ausgehend von aktuellen Inflations­zahlen über die Messung von Inflation hin zu ökonomischen Erklärungen und den Folgen für die Geldpolitik. Insbesondere geht es um folgende Fragen: Wie hat sich die Inflations­rate in den Jahren vor und seit der Finanzkrise entwickelt? Hat sich die Inflations­rate in bestimmten Industrieländer­n bzw. wichtigen Industrien ähnlich entwickelt? Wie wird Inflation von den Statischen Ämtern gemessen, und was sagt diese Größe damit eigentlich aus (und was nicht)? Welche Erklärungs­ansätze für niedrige Inflations­raten gibt es, und wie kann die Geldpolitik reagieren? Weiterlesen

Ringvorlesung „Nachhaltige Elektrifizierung in Afrika“

Es ist wieder soweit. Wir freuen uns auf den nächsten Vortrag unserer Ringvorlesung und auf euer zahlreiches Erscheinen!

Abstract:

Die UN haben sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 allen Haushalten Zugang zu Elektrizität zu ermöglichen. Die Kosten hierfür sind jedoch enorm, insbesondere bei einem Ausbau konventioneller Elektrizitätsnetze. Als kostengünstige Alternative wird auf Haushaltssolaranlagen gesetzt. Die Anzahl der Anbieter steigt bereits, auch in Afrika. Fraglich ist, inwieweit der Markt alleine Haushalte bedienen kann.

Der Vortrag von Prof. Grimm geht dieser Frage nach. Im Zentrum steht ein Experiment in Ruanda, welches die Zahlungsbereitschaft der Haushalte für verschiedene Solaranlagen misst. Dabei stellt Prof. Grimm neben seinem Vorgehen auch entwicklungspolitische Lösungsansätze vor, die möglichst schnell und kostengünstig armen afrikanischen Haushalten den Zugang zu Elektrizität ermöglichen sollen.

Referent:

Nach seinem Studienabschluss als Diplom-Volkswirt an der Goethe Universität Frankfurt ließ Prof. Dr. Michael Grimm einen Master in „Population and Development Economics“ an der Universität Sciences-Po in Paris folgen. Ebendort verfasste er später auch seine Dissertation zum Thema „Demo-economic behaviour, income distribution and development“. Im Anschluss war er u. a. als Berater bei der Weltbank in Washington sowie als Gastprofessor an der Erasmus Universität Rotterdam tätig. Seit 2012 ist Prof. Grimm Lehrstuhlinhaber für Development Economics an der Universität Passau und derzeit zugleich Prodekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Prof. Grimm ist Mitglied des European Development Networks, der Society of Economic Inequality und des Entwicklungsökonomischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik. Daneben ist er außerdem Gründungsmitglied des Poverty Reduction, Equity and Growth Network (PEGNet) am Kieler Institut für Weltwirtschaft.

Ringvorlesung HWS 2017: Entwicklungsökonomik – Herausforderungen. Chancen. Lösungen?

Zugang zu fließendem sauberen Wasser, ein Stromanschluss oder gar eine Internetverbindung – viele der für uns alltäglichen Dinge sind für einen großen Teil der Menschheit noch lange kein Alltag. Doch wie kann man deren Situation verbessern? Welche theoretischen Ansätze lassen sich in die Praxis umsetzen? Welche Entwicklungsprogramme sind wirklich hilfreich? Wie schafft man es, Investitionsanreize in Entwicklungsländern zu setzen?

Diese und viele weitere spannende Fragen sind Gegenstand der Ringvorlesung des HWS 2017. Dazu begrüßen die Fachschaft VWL und die Abteilung Volkswirtschaftslehre Referenten mit theoretischem wie auch mit praktischem Tätigkeitsschwerpunkt, die einen tiefergehenden Einblick in ihre Ideen und Ansätze zur Beantwortung dieser entscheidenden Fragen geben werden.

Wir starten mit einem Vortrag zu den Sustainable Development Goals, den 17 Zielen, die sich die Vereinten Nationen bis 2030 vorgenommen haben:

„700 Millionen Menschen weltweit sind von extremer Armut betroffen. 795 Millionen leiden täglich an Hunger. Mehr als eine Milliarde haben keinen Zugang zu Elektrizität. Das zu ändern ist Ziel der Vereinten Nationen. Bis 2030 hat man sich für die Erfüllung der insgesamt 17 Ziele Zeit gegeben. Die Sustainable Development Goals sind ein Mammutprojekt, das große Herausforderungen birgt, dessen Ziele aber enorm wichtig für das weitere Zusammenleben auf unserem Planeten sind.

Der Vortrag von Michael Seckler (UNRIC Büro Bonn) wird sich mit dem Entstehungskontext, der Struktur und der Funktionsweise der Agenda beschäftigen und wird insbesondere auf die großen Herausforderungen eingehen, die diese Ziele mit sich bringen.“

Los geht es um 19 Uhr in M003, direkt rechts unten neben dem Aufgang zur VWL-Bibliothek.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

 Mehr Informationen zur Reihe und den weiteren Veranstaltungen unter http://fsvwl-unimannheim.de/de/ringvorlesung/